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Im Heu mit dem Küchenchef

Kaum ein Aroma verbinden wir so sehr mit Kindheit, Urlaub auf dem Bauernhof und der guten, alten, heilen Welt wie das von duftendem Wiesenheu. Timo Pletz, Küchenchef im Lindner Hotel & Sporting Club Wiesensee, überträgt dieses köstliche Aroma in ein ebenso köstliches Heu-Menü.

Westerburg, 14. September 2015

Duftendes, knisterndes Heu kann einen schon ein wenig berauschen, wenn man sich entspannt seufzend hineinfallen lässt. Und das liegt nicht nur an dem wohligen Bauernhofgefühl, das uns Heu vermittelt, sondern auch am enthaltenen Cumarin. Das sorgt für den typisch würzigen Geruch und wird erst beim Welken und Trocknen von bestimmten Pflanzen freigesetzt. Dann wird es als Duftstoff in vielen Parfums verwendet und soll eine wohltuende Wirkung haben – schließlich, so sagt man, ginge es den Knechten, die abends erschöpft und geschunden ins Heubett sinken, am Morgen doch immer wieder gut.

Alles neu macht das Heu

Bei so viel Aroma ist es kein Wunder, dass Heu auch Einzug in die Küche hält. Wie im Lindner Hotel & Sporting Club Wiesensee: Das liegt mitten im Westerwald und direkt an der Heu-Quelle – und zwar in Form von Küchenchef Timo Pletz. Der ist nicht nur ein kreativer Küchenkopf und Kräuterkoch, sondern auch Pferdehalter. Seine Wiesen liegen auf der 600 Meter hohen Basalthochebene der Fuchskaute, die bekannt ist für raues Klima, traditionelle Weidenutzung und großes Artenreichtum. Das Heu von den eigenen Wiesen mit verschiedenen Westerwälder Pflanzen und Kräutern verwendet er daher für ein raffiniertes Menü, das für die Lindner-Gäste mit einer Rahmsuppe von Heu und Liebstöckel mit Speckchip beginnt. Die Maispoulardenbrust der Hauptspeise wird dann in Blütenheu gegart und mit feiner Kräuterjus, buntem Gemüse und gebackenen Kartoffeln serviert. Ein Mousse vom Westerwälder Bergwiesenheu mit Kompott von Westerwälder Äpfeln und Rosmarin rundet das Heu-Menü ab - ein besonderes Geschmackserlebnis.

Inspiration aus dem Alltag

„Es geht mir darum, neue Komponenten in den Küchenalltag mit einzubringen. Daher wollte ich das besondere Aroma von naturbelassenem Heu unbedingt einsetzen - was liegt da näher als mein eigenes Heu zu verwenden. Regional und Natur pur, besser geht es nicht.“ Timo Pletz wendet dabei die verschiedensten Methoden an: Er kocht das Heu aus, lässt Saucen damit ziehen und bildet einen „Garraum“ aus Heu, in dem das Fleisch eingebettet und mit Alufolie eingeschlagen herrlich zart wird. Danach muss gesiebt und gesäubert werden, aber das lohnt sich, das Extra-Aroma begeistert. Allergiker brauchen dabei übrigens in der Regel nicht zurückzustecken, da nicht das Heu, sondern nur das Aroma in den Gerichten verbleibt. Nur wer sehr empfindlich auf Lupinen oder Schalenfrüchte reagiert, sollte vorsichtig sein.

Zusätzlich kann man sich im Wald & Wiesen Spa des Hotels mit wohltuender Kräuterwellness verwöhnen lassen. Die Wildkräuterstempelmassage etwa löst mit warmem Öl und mit Wildkräutern befüllten Baumwollstempeln über sanften Druck ganz herrlich Verspannungen am Rücken. Ob kulinarische Entdeckung oder Wellnessfreuden – der Genuss ist im Lindner Hotel & Sporting Club Wiesensee auf jeden Fall gesichert.

Das Heu-Menü kann man im September & Oktober für 39,50 Euro im Restaurant des Lindner Hotels genießen. Die Wildkräuterstempelmassage für den Rücken (ca. 45 Min.) ist für 79,00 Euro buchbar. Zimmer im Lindner Hotel & Sporting Club Wiesensee ab 149 Euro (Doppelzimmer) bzw. 99 Euro (Einzelzimmer) inkl. Frühstück können unter Tel.: +49 2663 991 196, per E-Mail unter reservierung.wiesensee@lindner.de oder über www.lindner.de/westerburg-westerwald-hotel-sporting-club-wiesensee reserviert werden.

Lindner Hotel & Sporting Club Wiesensee

Die Vier-Sterne-Superior Golfplatz- und Hotelanlage wurde 1995 erbaut und gehört seit 1998 der Hotelgruppe Lindner. Das 82 Hektar große Gelände liegt mitten im Westerwald, mit guter Anbindung an die Wirtschaftszentren Rhein-Ruhr und Rhein-Main. Das Hotel - direkt am Ufer des Wiesensees gelegen - bietet ein elegantes, mediterranes Ambiente und eine regionale und internationale Küche. Es bietet neben der hoteleigenen Golfanlage, einem 900 Quadratmeter großen Spa-Bereich mit regionalen Beauty- und Wellness-Anwendungen, -Studio und modernem Tagungsbereich eine Vielzahl an Sport-Möglichkeiten. Auf dem hoteleigenen Rasenplatz werden Fußball-Trainingslager von Erstligisten durchgeführt. Für Tennisfans stehen zwei Außenplätze zur Verfügung. Zum Segeln und Surfen lädt der Wiesensee ein und Wanderer kommen auf zahlreichen gut ausgebauten Wegen des Westerwaldsteigs auf ihre Kosten.

Lindner Hotels AG

Zum Portfolio der familiengeführten Hotel-Gruppe (1.889 Mitarbeiter; 194 Millionen Euro Umsatz in 2017) gehören insgesamt 37 Hotels in sieben europäischen Ländern. Sie zählt damit zu den führenden deutschen Hotelgesellschaften. Neben 19 Lindner Hotels in Großstädten, 10 hochwertigen Spa- und Sport-Resorts (eins davon in Planung) und einem Ferienpark zählen sieben Hotels der Marke me and all hotels dazu (fünf davon im Bau). Einige Lindner Hotels & Resorts wurden aus schwierigen wirtschaftlichen Situationen übernommen und erfolgreich neu positioniert. Seit kurzem ergänzen Franchise-Betriebe das Angebot und bieten wie die bestehenden Häuser individuelle Urlaubskonzepte, hohe Qualitätsstandards und innovative Spa-Angebote. Die besonderen Hotelkonzepte von Otto Lindner, der das Unternehmen in zweiter Generation führt, erhielten zahlreiche Auszeichnungen: Das Lindner Park-Hotel Hagenbeck in Hamburg wurde zur „Hotelimmobilie des Jahres“ gekürt, Otto Lindner selbst wurde „Hotelier des Jahres“ und Geschäftsreisende wählten Lindner bei den Business Traveller Awards 2014 auf Platz zwei als „Beste Hotelgruppe für Geschäftsreisende in Deutschland“. Im Human-Resources-Bereich gewann Lindner schon zum dritten Mal den Hospitality HR Award und belegt jährlich hohe Plätze im Ranking „Deutschlands beste Arbeitgeber“ als mittelständisches Tourismus-Unternehmen.

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