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Museen und Ausstellungen in Landshut
Heiliggeistkirche
Heiliggeistgasse 394
84028 Landshut
Ein Standort der Museen der Stadt Landshut in der Unteren Altstadt Zwischen
1407 und 1461 entstand die Landshuter Spitalkirche Heiliggeist nach dem
Baukonzept des Hans von Burghausen. Der lichte spätgotische Kirchenraum
zählt zu den großartigen Raumschöpfungen Altbayerns. Seit der 1998
abgeschlossenen umfangreichen Sanierung wird die Hallenkirche mit
Umgangschor in erweiterter Nutzung als Raum für Ausstellungen zur
sakralen Kunst genutzt. Ausstellungen in Heiliggeist, seien sie als
Epochendialoge oder ortsspezifische Installationen angelegt, suchen mit
dem Zusammenwirken von Raum und präsentierten Artefakten eine ganz
eigene Wirkung zu erzielen.
Museum im Kreuzgang
Alter Franziskanerplatz 1
84026 Landshut
Ein Standort der Museen der Stadt Landshut in der Innenstadt
Seit 1999 werden im "Museum im Kreuzgang" durch die Museen der Stadt
Landshut regelmäßig Ausstellungen zur Kunst und Kulturgeschichte von
Stadt und Region präsentiert. Nach der Sanierung zweier Kreuzgangflügel
und der Plank-Kapelle kann auf diese Weise der Gedächtnisort des alten,
1803 säkularisierten Franziskanerklosters mit einer zeitgemäßen Nutzung
präsentiert werden.
Skulpturenmuseum im Hofberg
Stiftung Koenig - Stadt Landshut
Am Prantlgarten 1
84028 Landshut
Das
Skulpturenmuseum im Hofberg wurde 1998 als gemeinsames Projekt der
Stadt Landshut und der Stiftung Fritz und Maria König eröffnet und ist
in den "Bauch" des Hofbergs gebaut. Der Grundgedanken des Museums: das
plastische und graphische Werk des Bildhauers Fritz Koenig
wissenschaftlich zu betreuen und der Öffentlichkeit zugänglich zu
machen. 1967 bis 1971 arbeitet Koenig im Auftrag der Port Authority New
York an der '“Großen Kugelkaryatide“ für die Brunnenanlage des Trade
Center in Manhattan. Fritz Koenigs „Große Kugelkaryatide“ stand bis zum
11. September 2001 auf der Plaza vor dem New Yorker World Trade Center
und konnte als grandiose Ruine geborgen werden. Jetzt steht sie als
Mahnmal im New Yorker Battery Park.
Röcklturm - Ausstellungsräume und Literaturcafé
Der an
der Isar gelegene Röcklturm hieß früher Fischermeisterturm. Nach einer
unbestimmten Überlieferung ging von diesem Turm die Verschwörung der
Bürger gegen Herzog Heinrich den Reichen im Jahre 1410 aus. Er diente
dem Ratsherrn Röckl und seinen Verbündeten als Ort der geheimen
Zusammenkünfte, bis seine Frau ihrem Liebhaber, einem Mann des Hofes
Herzogs Heinrichs, von der Verschwörung berichtete und diese blutig
niedergeschlagen wurde.
Stadtresidenz Landshut
Altstadt 79
84028 Landshut
Herzog
Ludwig X. begann 1536 mit der Errichtung eines Stadtpalastes (heute als
"Deutscher Bau" bezeichnet). Während einer Italienreise, die ihn auch
nach Mantua führte, begeisterte er sich an der Pracht des von Giulio
Romano erbauten Palazzo Te und verpflichtete italienische Baumeister
für sein Landshuter Projekt. Es entstand der "Italienische Bau", der
erste Renaissancepalast auf deutschem Boden. Die Ausmalung der
Kassettengewölbe mit einem der Gelehrsamkeit des Humanismus
verpflichteten Bildprogramm schuf u.a. Hans Bocksberger d.Ä.
Burg
Trausnitz mit Kunst- und Wunderkammer
Die Burg Trausnitz stammt in
ihren ältesten Teilen von etwa 1204, der Gründung Landshuts, und war
bis 1503 fast durchgehend Herzogsitz. 1568 bis 1578 wurde die Anlage in
ein Schloss mit Laubenhof umgebaut. 1961 brannte die Burg weitgehend
aus. Heute noch zu sehen ist unter anderem die spätromanische
Georgskapelle sowie im italienischen Anbau die von Paduano 1578
geschaffene "Narrentreppe", die lebensgroße Figuren aus der Commedia
dell`Arte zeigt.
Ein Teil der Burganlage wurde bereits vor der Stadtgründung 1204
erbaut. Hierbei handelt es sich insbesondere um einen Wachturm aus dem
12. Jhd., der später auch der Namensgebung der neugegründetetn Stadt
diente.
Die heutige Kunst- und Wunderkammer -geordnet nach archivalischen
Überlieferungen- zeigt wie damals ein Archiv kunstvoller und
wundersamer Dinge, eines vollständigen Schatzes und kostbarer
Ausstattung, Aufbauten und Gemälde "...damit man durch dessen häufige
Betrachtung...schnell, leicht und sicher eine einzigartige neue
Kenntnis der Dinge sowie bewundernswerte Klugheit erlangen kann."
(Samuel Quiccheberg, Berater Herzog Albrechts V., 1565).
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